Land unter in Franken - Aber Werder ist nach dem 1:1 in Nürnberg Tabellenführer für eine Nacht

Nürnberg. Wir haben uns gesteigert – 1:1 in Nürnberg. Nachdem Fico und meine Wenigkeit im ersten Auswärtsspiel in dieser Saison bei Bayer Leverkusen noch eine bittere Pille kassieren mussten, sprang im schönen Frankenland immerhin ein Punkt heraus. Das gibt Hoffnung für das Auswärtsspiel in Hannover – denn nach Pleite und Unentschieden folgt natürlich ein Sieg. Logisch, oder?

Nun ja, zurück zur Partie in Nürnberg. Der Präsident und ich trafen uns in Niederaula am Hattenbacher Dreieck, um von dort aus gemeinsam in Richtung Süden zu fahren. Natürlich durften die obligatorische Mettbrötchen nicht fehlen – vielen Dank noch mal an den Metzger im Real in Reiskirchen!

 

Mit wehenden Schals ging’s dann ab nach Nürnberg. Vermutlich waren wir ein wenig schnell unterwegs, denn unsere Zimmerreservierung im Best Western „City West“ war noch nicht angekommen als wir in voller Werder-Montur an der Rezeption vorstellig wurden. Egal, unser Portier war ja schließlich Profi und wir konnten doch noch einchecken. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, ging’s in die Stadt aufs Nürnberger Altstadtfest. Nach unserer ersten Gerstenkaltschale bekamen wir doch prompt die ersten Glückwünsche. „Dass ihr den Andi Wolf geholt habt, bringt euch nur weiter“, waren im Großen und Ganzen die leicht ironischen Kommentare zur Verpflichtung des beinharten Abwehrspielers. Wir werden ja sehen, wer am Ende als letztes lacht.

 

Nachdem uns ein „Clubberer“ seine ganze Lebensgeschichte erzählt hatte, ging’s ab zum Frankenstadion. Gut, wir hatten uns den Weg ein wenig kürzer vorgestellt – aber pünktlich um 15.15 Uhr kamen wir an. Wir hatten also noch genug Zeit, um zwei Tickets zu kaufen. Als wir Platz genommen hatten, dauerte es nicht lange, bis unser Torhüter ein wenig die Orientierung verlor. Nach der Roten Karte machte sich der Präsident auf, um zwei gepflegte „Halbe“ gegen die Schockstarre zu holen – und er verpasste prompt das 1:0 für den glorreichen SVW! Übrigens: In Franken kann man noch mit Münzen bezahlen. Stadionkarten gibt es dort nicht – es geht also auch ohne Abzocke!!!

 

Als der Himmel die Schleusen öffnete und die Partie kurz vor dem Abbruch stand, erreichte die Stimmung im Werder-Block ihren Höhepunkt. Auswärtsfahrten sind doch am schönsten. Nach dem Spiel feierten wir das 1:1 wie einen Sieg, denn wir waren seit langem wieder mal Tabellenführer! Wenn auch nur für eine Nacht. (Klaus)

 

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